Austria | Öffentliche und staatliche Organisationen

ORF

Infrastruktur Harmonisierung

Der österreichische Rundfunk (ORF) ist der größte Medienanbieter Österreichs mit dem Hauptsitz in Wien. Der ORF produziert drei Fernsehprogramme, drei bundesweite und neun regionale Radioprogramme. Die Abteilung für Server & Storagesysteme hat die zentrale Planung aller Server-, Storage- und Backupagenden sowie die Wartung und den Betrieb der meisten dieser Systeme zur Aufgabe. Der ORF hat österreichweit rund 600 Server in Betrieb.

Die Herausforderung

Vordergründiger Beweggrund bei der Harmonisierung der IT-Infrastruktur des österreichischen Rundfunks war das extreme Wachstum durch den Beginn der Digitalisierung des gesamten Fernsehproduktions-Workflows und der Archive. Zudem sollten eine deutliche Reduktion der Hardware- und Betriebskosten erzielt, die benötigte Stellfläche und die entstehende Abwärme massiv verringert werden. Wesentlich war auch die Flexibilität der Lösung, um schnell auf nicht vorhersehbare IT-Anforderungen des ORF reagieren zu können.

Rasches Installieren und Deinstallieren von neuen Servern und eine leichte Anpassung der Performance je nach Auslastung (CPU, RAM Zuweisung), sollten problemlos möglich sein. Ein weiterer wichtiger Aspekt stellte die Tatsache dar, dass Ausfallssicherheit (im Fall von Plattenausfällen oder Memoryfehlern) garantiert werden sollte.

Das Projekt

Die Anforderungen des ORF sollten mittels VMware abgedeckt werden. Im Zuge der Serverkonsolidierung wurden 25 vorhandene virtuelle Server und 40 physische Server auf VMware ESX migriert. Neue Server wurden gleich virtuell in Betrieb genommen, so dass in Summe derzeit 90 virtuelle Server auf 5 VMware ESX Servern betrieben werden. Derzeit laufen ausschließlich Windows-Server auf der VMware ESX Farm und werden beispielsweise für Terminalserver, Webserver, Sharepoint, Microsoft Operations Manager, SAP Testsysteme, Oracle Enterprise Grid Control, oder für viele Eigenentwicklungen vom internen Software Development eingesetzt. Ein weiterer Aspekt war die Ausfallssicherheit für Server ohne den Einsatz einer Clusterlösung zu erreichen. Mit dem Einsatz von HP ProLiant DL580 Server sowie der VMware VMotion Technologie wurde die Hochverfügbarkeit der Systeme gesichert. Das gesamte Projekt refinanzierte sich bereits durch die Virtualisierung 40 physischer Server, wodurch keine neue Hardware angeschafft werden musste.

Der zwischen ORF und S&T Austria vereinbarte Projektplan konnte eingehalten und das Projekt binnen fünf Monaten abgeschlossen werden. Innerhalb dieses Zeitraumes wurde die Hardware bestellt, geliefert, installiert und die physischen Server binnen kürzester Zeit virtualisiert. Die Virtualisierung konnte in den normalen IT-Betriebszeiten ohne zusätzliche Aufwände durchgeführt werden.

Auch die gewonnene Zeitersparnis für die Inbetriebnahme neuer Server ist enorm. Nicht nur in der IT, sondern im gesamten Unternehmen ist der Arbeitsaufwand für die Beschaffung von neuen Servern zurückgegangen. Angebotseinholung, Bestermittelung, Bestellung, Lieferung, Einbau und Verkabelung entfallen. Während ein physischer Server in etwa vier bis sechs Wochen verfügbar ist, kann ein virtueller Server innerhalb kürzester Zeit bereitgestellt werden.

Der ORF plant in Zukunft auch seine Loop-Recorder ausfallssicher auf VMware zu betreiben. Loop-Recorder haben eine zentrale Funktion in der Newsredaktion, indem sie sämtliche eingehende Newsfeeds aufzeichnen und eine effiziente Bearbeitung durch die Redakteure ermöglichen.

Nutzen für den Kunden

  • Deutliche Reduktion der Hardware und der Anschaffungskosten
  • Erhöhung der Flexibilität
  • Performance-Steigerung
  • Ausfallssicherheit der Applikationen
  • Geringer Administrationsaufwand